o.v.e.r.clockers.at
news | forums | register | search
Login: Pass:

Test: Mobiles Internet im Jahr 2011

by Joe_the_tulip - 4th November 2011 13:16 [Mission Briefing] 2 3 4 5 6 7 8 »
click to enlarge
2007 haben wir uns zuletzt mit den mobilen Internetzugängen im Land der Berge beschäftigt. Damals waren Transferraten im einstelligen Mbit-Bereich geradezu aufregend. Vier Jahre später empfehlen Betreiber ihre 3G-Modems gar als Ersatz für einen festen Internetzugang und obendrein stehen die ersten 4G/LTE-Anbindungen zur Verfügung. Wir haben uns den aktuellen Stand des mobilen Internets in Österreich noch einmal genauer zur Brust genommen.

Getestete Provider: A1 | drei | Orange | T-Mobile

Mission Briefing

Netzbetreiber gibt es in Österreich wirklich in Hülle und Fülle, doch nur die wenigsten haben ein eigenes 3G- oder 4G-Netz. Diese sind A1, drei, Orange und T-Mobile. Telering mietet das Netz von T-Mobile, bob gehört zu A1 und yesss benützt das von Orange. Ferner mietet drei das A1-Netz überall dort, wo die 3G-Abdeckung laut eigenen Tests nicht ausreichend gegeben ist. In jenen Gebieten ist Datentransfer aber maximal mit EDGE möglich, das 3G-Netz von A1 wird nicht gemietet.

Gleich an dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass unsere Testwerte nur als ungefähre Richtwerte gesehen werden können. Abhängig von Netzauslastung, verwendetem Modem, Tageszeit, etwaige Wartungsarbeiten und vielen weiteren Variablen können diese extrem stark variieren. Tendenziell sind Kunden jener Betreiber, die das Netz nur mieten, immer schlechter dran als jene, die direkt beim Netzbesitzer angemeldet sind. Sprich: Selber Ort plus selbes Netz ergibt nicht immer dieselbe Performance. Oft sind die "Mietprodukte" auch ISP-seitig limitiert, wie etwa der brandneue Tarif smartbob offiziell maximal 1 Mbit/s zulässt. Derartiges muss aber beim Produkt gekennzeichnet sein. Im Falle von bob versteckt es sich zum Beispiel in den detaillierten Tarif-PDFs. Aufgrund derartiger Details ist es wichtig, das detaillierte PDF des gewünschten Tarifs auch tatsächlich aufmerksam zu lesen.

Begriffe und Transferraten

Bevor wir die Testkandidaten genauer vorstellen, möchten wir noch die verschiedenen Geschwindigkeiten und ihre verwendeten Synonyme hier festhalten. Für detaillierte Erklärungen führen die einzelnen Begriffe zu den entsprechenden Wikipedia-Artikeln. Die Zahlen in den Klammern sind jene Transferraten, die aktuell von Modems unterstützt werden.
  • 2G GSM, GPRS
  • 2G+/2,5G EDGE => bis zu 473,6 Kbit/s (59,2 Kbit/s pro Zeitslot)
  • 3G UMTS (bis 384Kbit/s)
  • 3G+/3,5G HSDPA (bis 7,2 Mbit/s), HSUPA (Upload von 1,4 bzw später 5,8 Mbit/s), HSPA (bis 21/5,8 Mbit/s), HSPA+ (bis 42/11,5 Mbit/s), DualCell-HSPA (bis 42/5,8 Mbit/s), DualCell-HSPA+ (bis 84/23 Mbit/s)
  • 4G LTE (bis 100/75 Mbit/s), 2,6 GHz-Band für urbane, 800-MHz-Band für ländliche Räume

Nun wird es Zeit die Testteilnehmer unter die Lupe zu nehmen. Unsere Samples kommen direkt von den Netzbetreibern, bei denen wir uns an dieser Stelle für die Zusammenarbeit herzlichst bedanken wollen. Wir haben jeden Netzbetreiber um sein schnellstes USB-Modem und den schnellsten Tarif gebeten. Von A1 bekamen wir deshalb den LTE-Stick Samsung GT-B3730, von T-Mobile den LTE-Stick Huawei E398, von drei den DualCell-Stick Huawei E372 und von Orange wollten wir den HSPA-Stick ZTE MF192. Leider ist dieser aber zum Testzeitpunkt über mehrere Wochen nicht verfügbar, weshalb wir hier auf das bereits aus früheren Artikeln bekannte, Huawei EM820U in unserem Testnotebook von Lenovo zurückgreifen müssen. Ihr findet hier übrigens absichtlich keine selbst fotografierten Bilder der USB-Modems: Abgegriffene/teildefekte Pressesamples sind unserer Meinung nach nicht besonders ablichtenswert.

Da wir uns hier im Bereich des mobilen Internets direkt an der Speerspitze der aktuellen Technik befinden, durften wir uns gleich mit zwei Hardware-Problemen herumschlagen: Der A1-LTE-Stick funktionierte leider überhaupt nicht, die A1-SIM lief aber einwandfrei im von T-Mobile gelieferten Huawei E398. Die T-Mobile-SIM läuft dafür nicht einwandfrei im E398 - sie kann nur mit EGDE oder LTE eine Verbindung herstellen, die wichtigen Zwischenstufen werden nicht zugelassen. Interessanterweise funktionieren diese problemlos mit der A1-SIM. Der Support von T-Mobile konnte uns leider diesbezüglich nicht weiter helfen und dank Huaweis inoffizieller Service-Politik ("Endkunden interessieren uns nicht") kann man auch keine aktuelleren Treiber oder Zusatz-Software vom Hersteller herunterladen. Doch da wir ähnlich dem Topgear Technology Center niemals aufgeben, greifen wir zu folgender Lösung: Im 4G-Bereich haben wir die T-Mobile-SIM im mitgelieferten Stick verwendet und abseits davon wanderte sie aushilfsweise ins integrierte Modem unseres Testlaptops. Für A1 musste der T-Mobile-Stick herhalten, doch konnte wir damit LTE nicht ausprobieren (was vermutlich eher an der sporadischen LTE-Abdeckung als am Stick lag). Deshalb haben wir von A1 ein weiteres Testsample angefordert und die LTE-Anbindung einzeln gemessen. Diese Tests fanden allerdings einige Wochen später statt und aus Gründen der Fairness den anderen Kandidaten gegenüber findet ihr die LTE-Testwerte auf einer eigenen Artikel-Seite mit dem Titel A1-Test mit LTE.

< Contact Us - Forums - About o.v.e.r.clockers.at - Impressum - Werbung schalten? >

© all rights reserved by o.v.e.r.clockers.at 2000-2011
overclockers.at 4.4b based on vBulletin 2.2.5
Page generated in 0.303 seconds (SQL-time: 0.153 seconds, 38 queries)
sponsored by www.nessus.at